„Eine Hand voll LEGO®“ – Wenn Gott was anfängt…

 von Udo Denker aus Nisterau

„Eine Hand voll Lego.“ Diese Bitte formulierte der damalige Jungscharreferent des Bundes Freier evangelischer Gemeinden an die Teilnehmer eines BUJU im sauerländischen Elspe (www.buju.org).

Wie es anfing

Seine Vision: Eine LEGO® – Stadt als drei oder viertägiges Event für Gemeinden mit dem Ziel, Kindern und deren Eltern spielerisch Gottes Wort nahe zu bringen und die Begeisterung für kreatives Gestalten mit diesen Bausteinen zu wecken. Die Resonanz war überwältigend. Die Menge der gespendeten LEGO® – Steine war so groß, dass eine Stadt von 14 qm mit über 250.000 Steinen gebaut werden konnte.

In den folgenden Wochen und Monaten kamen aber immer noch Steine an und schließlich überlegten wir gemeinsam, ob man mit diesen Steinen eine zweite Stadt entwickeln könne.

Dann reifte die Idee, eine zweite Stadt zu bauen und diese Stadt einem tschechischen Pastor zu übergeben, zu dem seit einigen Jahren ein guter Kontakt bestand.

Wir setzten uns also mit einigen kreativen Jungscharmitarbeitern unserer Gemeinde zusammen, suchten gemeinsam mit Roman Neumann, dem tschechischen Pastor im Internet unter www. peeron.com Bauanleitungen für Gebäude und LEGO® – Sets und so entstand eine Stadt von 14 qm Grundfläche mit Bahnhof, Eisenbahn, Fachwerkhäusern, Ritterburg,  Flughafen uvm.

Was mich begeisterte: Das Miteinander der Generationen

Was mich an dieser LEGO® – Woche begeisterte waren nicht nur die Kinder mit ihrer Kreativität und Begeisterung – auch Mütter und Väter beteiligten sich am Bau dieser Stadt. Die Eltern der Kinder wurden, so schien es mir, in ihre Kindheit versetzt. Wichtige Elemente dieser Tage war eine Baupause mit Kakao, Tee, Gebäck und einer Andacht.

Die örtliche Presse wurde eingeladen und so erschien im regionalen Mitteilungsblatt ein guter Artikel mit Interviews und Bildern mit begeisterten Kindern, Eltern und Mitarbeitern.

Was mich weiter begeistert: Die kreativen Möglichkeiten Gottes

Ich staune immer wieder über die Möglichkeiten Gottes, sein Wort und seine Liebe auf vielfältige Art an Menschen weiterzugeben, die keinen Bezug zur Gemeinde haben. Den Abschluss dieser Woche bildete ein Familiengottesdienst mit Stadtbesichtigung und Mittagessen für die Gottesdienstbesucher. Zum Beispiel nahmen wir auch das Angebot der Eltern an, uns mit Kuchen für die Baupausen oder auch Salate für das gemeinsame Mittagessen zu versorgen. Es war ihre Art, sich für die kreativen Tage zu bedanken.

Nachdem die Stadt abgebaut und in Kisten verpackt wurde, machte sich Roman auf den Weg nach Horní Krupá, seiner Gemeinde in Tschechien. Wie er die große Menge an LEGO®-Steinen und Grundplatten in seinen Opel-Kombi verstauen konnte bleibt mir bis heute ein Rätsel.

Romans Vision: Missionarische Einsätze im osteuropäischen Raum, bis nach Belarus und Rumänien.

Auf der Homepage von Romans Gemeinde fand ich folgenden Beitrag, den ich Dank Google aus dem tschechischen ins Deutsche übersetzen konnte.

 

Horní Krupá verfügt über ein eigenes Internetfernsehen

Von Roman Neumann und Stepanka Saadouni am 29. 12. 2011

„Horní Krupá – Ein originelles Internet-Fernsehprojekt, TV Krupá, wurde vor einigen Tagen vom Prediger der Brüderkirche in Horní Krupá in der Region Havlíčko Brod, Roman Neumann, ins Leben gerufen.

Wie der Autor verriet, ist dies nicht sein erstes Projekt. „Der Ausstrahlung des Internetfernsehens TV Krupá ging das LEGO®-Projekt voraus. LEGO®-Projekt fördert die Kreativität von Kindern und zeigt wichtige Lebensprinzipien anhand biblischer Geschichten. Mithilfe von Figuren und Legosteinen bringen wir Kindern einige der vielen Geschichten der Bibel näher. Auf spielerische Weise lernen Kinder, zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu helfen, denn wir bauen eine gemeinsame Stadt! Kinder können Bauwerke nach ihrer eigenen Vorstellung oder nach Anleitungen und vorbereiteten Bausätzen bauen. Auch Lehrer können den Kindern beim Bauen helfen.“

Voller Dankbarkeit denke ich an diese Tage zurück.

·       An das gemeinsame Entwickeln und Bauen dieser Stadt.

·       An die Gebetsgemeinschaften – an die Gebete, wir in deutsch, Roman auf tschechisch – und mit einem gemeinsamen „Amen“.

·       Die Kinder und die Erwachsenen, denen wir das Evangelium weiter sagen konnten.

·       Wir durften säen – ich bin überzeugt, dass Gott Wachstum schenkt.

·       Ich danke für die Kreativität und Begeisterung Romans, die wir erleben durften.

 

Mein Gebet und meine Bitte

Wie ihr an der Jahreszahl 29.12.2011 seht, sind seit diesen Tagen der LEGO®- Woche schon einige Jahre ins Land gegangen. Es ist viel passiert – vor allem seit dem Februar 2022 – als die Ukraine durch Russland überfallen wurde.

Leider haben wir nicht verfolgen können, ob Roman seine Vision, die Kindern in den Nachbarländern zu erreichen. Aber wir wissen, dass Gott alle Möglichkeiten hat, dass sein Wort Menschen auch und vor allem in turbulenten Zeiten erreicht.

Meine Bitte an unseren großen Gott ist, dass er durch dieses Projekt Menschen, Kinder und Erwachsene in den Ländern Osteuropas mit dem Evangelium vertraut macht.

 

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Von Wartezeiten und geduldigem Reisen.